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Anabolika: Nebenwirkungen und Folgen

Anabolika: Nebenwirkungen und Folgen

Insbesondere das von mehreren Webseiten in naher Vergangenheit noch stark beworbene Novedex XT™ soll »dem Körper auf natürliche Weise helfen, die Testosteronproduktion zu steigern« (11). Wird das Wirkgemisch als Dianestrozol bezeichnet, so lässt sich die Zusammensetzung https://seriosesteroideshops.com/produkt/trenbolonacetat-maxtreme/ auch für Experten nicht nachvollziehen. Zwischenzeitlich wurde der Vertrieb von Novedex T™ im Internet eingestellt. Gleichermaßen war Metandienon in Deutschland als Arzneimittel Dianabol® im Handel, ist heute aber legal in der Bundesrepublik nicht mehr zu beziehen.

  • Anabole Steroide sind verschreibungspflichtig und zählen zu den bedenklichen Arzneimitteln.
  • „Das Problem des Drogen- und Medikamentenhandels über das Internet hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen.
  • Die Verwendung leistungssteigernder Pharmaka ist schon lange nicht mehr auf Eliteathleten begrenzt.
  • In anderen Fällen wächst, ebenfalls irreversibel, die Klitoris (Klitorishypertrophie).
  • 1 des Gesetzes gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – AntiDopG) verboten, ein Dopingmittel – zum Beispiel Anabolika – herzustellen, mit ihm Handel zu treiben, zu veräußern oder abzugeben.
  • Besonders bei Jugendlichen sind Anabolika als Einstiegsdroge beliebt, wobei dadurch das Risiko für weiteren Drogenkonsum deutlich ansteigt.

“Zudem gibt es eine Reihe neuer pharmakologischer Substanzen, die man ebenfalls alle als Anabolika bezeichnen kann. In der dopenden Sportszene werden aber bis heute die anabolen Steroide am häufigsten verwendet”, betont der Wissenschaftler. Diels Aussage wird von einer Untersuchung des Zentrums für Präventive Dopingforschung an der SpoHo Köln unterstützt. Demnach sind 87 Prozent der vom deutschen Zoll sichergestellten “Appearance and performance enhancing drugs” (APEDs) anabole Steroide. AAS werden in Kuren zwischen sechs bis zwölf Wochen und zwei bis drei Zyklen pro Jahr angewandt.

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Anabolika bewirken eine erhöhte Retention von Wasser und Körpergewichtszunahme, was zu einem bis um 15% höheren Blutvolumen führt. Dies kann eine beträchtliche Erhöhung des systolischen Blutdrucks und der Pulsfrequenz verursachen, wobei Dauerschäden nicht ausgeschlossen werden können. Die Applikation anaboler Steroide begünstigen das Entstehen einer Kardiomyopathie (Erkrankung der Muskelschicht des Herzens), z.B. Einer Kardiomegalie (Herzvergrößerung) mit Herzhyperthrophie (Herzwanddickenzunahme) und Dilatation (Ausweitung, Ausdehnung) aller Herzhöhlen. Daher lassen sich oftmals frühzeitige Herzinsuffizienzen (Leistungsschwächen des Herzens) und Herzinfarkte auf Anabolika zurückführen.

Gefährliche Eingriffe in den hormonellen Regelkreis

Alleine schon durch das Training würden viele an ihre Schmerzgrenze gelangen. Viele beginnen dann, sich zu betäuben, mit Morphium, Marihuana und Diazepin. Besonders bei Jugendlichen sind Anabolika als Einstiegsdroge beliebt, wobei dadurch das Risiko für weiteren Drogenkonsum deutlich ansteigt. Kistler hat aus den Befunden und aus der Literatur heraus die Erfahrung gemacht, „dass da ein erhöhtes Potenzial besteht, mit Hasch, Alkohol, Heroin und Kokain weiterzumachen“.

Testosteron und sein durch die 5-alpha-Reduktase gebildetes Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron vermitteln ihre Wirkung über die zellkernständigen Androgen-Rezeptoren. Grob lassen sich die Effekte der Hormone in die androgene und die anabole Wirkung unterteilen. Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) sind zuständig für die Ausbildung der primären und sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale während der fetalen Entwicklung bzw. Die Hormone halten zudem die männliche Sexualfunktion aufrecht; Testosteron reguliert die Spermienproduktion und ist wichtig für Libido und Potenz, DHT fördert die Bildung des Prostatasekrets.